Corona optimiert den Herstellungsprozess von Kunststofflinsen

Durch ihre kontinuierliche Verbesserung haben Kunststoffmaterialien für ophthalmische Linsen Glasmaterialien schrittweise ersetzt. Heute werden die meisten Korrekturlinsen aus Thermoplast und thermohärtenden Harzen hergestellt. Der Erfolg von Kunststofflinsen wird durch technische Entwicklungen weiter verstärkt, die sie dünner und leichter machen. Ihre Stoßfestigkeit kann zudem durch hochentwickelte Behandlungs- und Beschichtungsmethoden wesentlich erhöht werden.


Da Kunststoffe aus unpolaren, langkettigen Molekülen bestehen, verfügen ihre Oberflächen über wenig freie Energie und sind größtenteils inert. Die geringe Oberflächenenergie der Kunststoffe führt für die Hersteller von Linsen zu Problemen mit Haftung und Benetzbarkeit. Die Corona-Behandlung setzt genau hier an, indem sie die Oberflächeneigenschaften durch eine Trennung der Molekülbindungen auf der Substratoberfläche verändert und so die Hafteigenschaften verbessert. Die Oberflächenenergie wird so erhöht und die Benetzbarkeit verbessert, ohne die optischen Eigenschaften zu beeinträchtigen.

Tantec Oberflächenbehandlung vor Reinigung und Beschichtung
Ophthalmische Kunststofflinsen sind hochentwickelte Produkte und ihre Leistungsfähigkeit hängt stark von der Oberflächenbehandlung ab, die sie im Herstellungsprozess vor dem Versehen mit z.B. getönten, photochromen oder harten Beschichtungen durchlaufen.

In Zusammenarbeit mit einigen der weltweit führenden Linsenherstellern hat Tantec A/S in Dänemark die Corona-Behandlung entwickelt, um bei der Herstellung von optischen Linsen höchste Qualität und Produktivität gewährleisten zu können. Die neue Corona in-line-Behandlung ist wesentlich effektiver als die arbeitsintensive Vorbehandlung eines Batches.

Tantecs RotoTEC-X-Einheiten sind in-line-Ringbandförderer mit einem integrierten, rotierenden Elektrodensystem, das eine extrem gleichmäßige Corona-Behandlung der optischen Oberflächen garantiert. Es werden Oberflächenspannungen bis hin zur Benetzbarkeit mit Wasser (72mN/m) erreicht, was eine RotoTEC-X-Einheit vor der Reinigung der Linsen unentbehrlich macht. Da sich das Wasser gleichmäßig auf der Oberfläche verteilt, steht für die nachfolgende Beschichtung eine hochreine Oberfläche zur Verfügung.

Nach Reinigung und Trocknung ist der Effekt der Corona-Behandlung nur noch sehr eingeschränkt vorhanden, sodass die Linsen eine zweite RotoTEC-X-Einheit passieren, damit die hohe Oberflächenspannung vor der ersten Beschichtung wiederhergestellt wird. Wenn eine weitere Beschichtung (z.B. eine photochromische oder Hartbeschichtung) stattfindet, wird ein drittes RotoTEC-X-Element benötigt.

Tantec RotoTEC-X ist als ein- oder zweibahniges Ringband mit offenem Frontdesign erhältlich. Dies ermöglicht eine gute Zugänglichkeit und einen schnellen Austausch der Endlosbänder. Alle Bänder können innerhalb von 3-5 Minuten ausgetauscht werden, ohne dass Maschinenteile demontiert werden müssen.

Tantec ist ein Vorreiter bei der Entwicklung von Geräten zur Oberflächenbehandlung von Kunststoffkomponenten wie zum Beispiel ophthalmischen Linsen. Unser Ziel ist es, Haftungsprobleme für die Industrie zu lösen. Hierfür bieten wir eine einzigartige, sichere und rückstandsfreie Methode der Oberflächenbehandlung an. 

Tantec bietet standardisierte und maßgeschneiderte Geräte an, die in neue oder bestehende Herstellungsprozesse integriert werden können.